FACE & BODY

Mit Hightech gegen Falten & Co.

Die apparative Kosmetik ist eine Bereicherung für jedes Studio. Was Sie darüber wissen sollten, beantwortet Stefan Koller von Lasermed in unserem Interview.

Veröffentlicht am 27.10.2021

Im Interview: Stefan Koller, Managing Director bei Lasermed

Die Firma konzentriert sich unter anderem auf innovative Medizintechnik in der Medizinkosmetik und Dermatologie. Kontakt: [email protected] Tel. 071 454 70 30.

 

Welche Behandlungen kann man mit welchem Gerät machen?

Die apparativen Behandlungen am ganzen Körper sind vielfältig. Die unterschiedlichsten Technologien werden eingesetzt. So gibt es neben Laser und IPL auch radiofrequente Wellen (RF), Mikrowellen, akustische Wellen oder einfach nur Kälte (Kryolipolyse), mechanische Behandlungen (Dermabrasion) und andere. Lasermed bietet eine ausgesprochen breite Palette an Geräten und Medizinprodukten für Face und Body. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, wenn ich alle Geräte in unserem Portfolio beschreiben würde.

 

Wie funktionieren die Geräte (technisch und was passiert mit der Haut)?

Abgesehen von Ausnahmen wie dem Microneedling und der Nadel-Epilation darf die Medizinkosmetik die Integrität der Haut nicht verletzen. Unsere modernen Technologen sind so effizient, dass Behandlungen durch die Haut hindurch selektiv angegangen werden können, ohne die Haut zu verletzen oder diese nur minimal beeinträchtigen, z. B. in Form von Wärme. Beispiele dieser Selektivität sind Laser und IPL für die Haarentfernung oder die Onda Mikrowelle gegen Fettdepots und zur Hautstraffung. Ebenfalls erwähnen möchte ich auch die Akustische Wellen-Therapie AWT, die hervorragende Resultate liefert bei Cellulite und ebenfalls gänzlich nicht-invasiv ist.

 

Wann macht die Anschaffung eines Geräts Sinn?

Die apparative Kosmetik eröffnet den Raum für Behandlungen, die ohne einfach nicht realisierbar sind. Rein dieser Gedanke schafft die Grundlage für eine Investition. Wir empfehlen am Anfang die Anschaffung eines Gerätes mit einem long-time Trend, das sind Behandlungen, die sie über eine längere Zeit wirtschaftlich nutzen können. Dazu gehören allen voran die Haarentfernung mit Laser oder die Behandlung mit akustischen Wellen AWT für Fettdepots, Cellulite und Hautstraffung. Mit diesen Geräten liegen sie nie falsch. Diese Behandlungen lassen sich einfach verkaufen und der Bedarf ist gross.

 

Welche Ausbildung ist nötig?

Eine gute Ausbildung ist die Grundlage Ihres Erfolgs. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf eines Gerätes beim Lieferanten über den Umfang des Angebots inklusive Ausbildung. Wir organisieren regelmässig Ausbildungen mit Fachpersonen und Ärzten. In der neue Gesetzgebung VNISSG ist definiert, welche Ausbildung benötigt wird, damit man ein Gerät, eine Technologie am Patienten anwenden darf und welche Indikationen behandelt werden dürfen. Zukünftig braucht es dazu den sogenannten Sachkundeausweis. Lasermed hat dafür beim BAG eine Akkreditierung als ausbildende Firma beantragt. Die Kurse werden dann 2022 beginnen.

 

Mit welchen Kosten muss man rechnen?

Gute Medtech hat ihren Preis. Je nach dem sprechen wir von Dimensionen zwischen zwanzig- und hunderttausend Franken. Trotzdem, der Preis ist relativ, wenn man ihm einen Gegenwert gegenüberstellt. Bevor sie über Kosten nachdenken, überlegen Sie sich, welche Behandlung möchte ich machen, wieviel kann ich dafür verlangen und wie oft kann ich sie (pro Tag) verkaufen. Dieses Einkommen stellen Sie dann dem finanziellen Aufwand gegenüber. Sie werden sehen, dann sprechen Sie plötzlich nicht mehr von Kosten, sondern von Gewinn.

 

Wie soll man die Preise berechnen, um das Gerät zu amortisieren?

Der Markt diktiert die Preise. Anders gesagt, wieviel können Sie für die Behandlung verlangen, bevor Sie Kundinnen an die Konkurrenz verlieren? Wie viel sind Ihre Kundinnen überhaupt bereit, für die Behandlung zu bezahlen? Was trauen Sie sich selber zu, bis zu welchem Verkaufspreis fühlen Sie sich wohl? Denn, wenn die Behandlung zu teuer ist, verkaufen Sie nur wenige Behandlungen, evtl. zu wenige, um wirtschaftlich zu sein. Wenn Sie zu günstig sind, arbeiten Sie sich buchstäblich zu Tode, körperlich und wirtschaftlich. Das ist nun die Einnahmeseite. Dem gegenüber stehen die Ausgaben, das sind Ihre Grundkosten zuzüglich der Kosten für das Gerät. Der Preis liegt jetzt irgendwo zwischen diesen beiden Richtwerten.

 

Welche Serviceleistungen werden von Lasermed geboten?

Wir wollen für unsere Kunden Partner sein, nicht Lieferfirma. Wir begleiten sie von der Idee bis zum Erfolg. Wir bieten Beratung, Ausbildung, wirtschaftliche Beratung und Finanzierung. Wir helfen Ihrem Institut zu Erfolg, indem wir Ihr Instituts-Marketing unterstützen. Wir sind stolz auf unser Technikerteam mit sechs zertifizierten Technikern an zwei Standorten. Wir garantieren eine 24h Reaktionszeit. Alle Servicetechniker sind von den Herstellern zertifiziert. Auch Lasermed selbst erfüllt die europäischen Qualität-Normen und ist ISO13485-zertifiziert.

 

Welche Lebenszeit/Wartung/Garantie hat ein Gerät?

Technisch gesehen halten die meisten Geräte lange. Es gibt Verbrauchs- und Verschleissteile, die je nach Gebrauch ersetzt werden müssen. Aber mit der richtigen Wartung durch zertifizierte Techniker halten die Geräte fast unbeschränkt. Wir sind stolz auf unser Technikerteam mit 6 durch die Hersteller zertifizierte Techniker. Diese operieren von 2 Standorten aus in der Schweiz und wir können eine Reaktionszeit von 24h garantieren. Auch Lasermed als Unternehmen erfüllt die europäischen Qualität- Normen und ist ISO13485-zertifiziert.

 

Welche Vor- und Nachbehandlungen eignen sich?

Die apparative Kosmetik steht nie alleine als Behandlung da. Sie kann fast beliebig kombiniert werden mit anderen Behandlungen. Im Gegenteil, diese drängen sich zum Teil auf, weil die Haut und das Gewebe strapaziert werden und mit der richtigen Vor- und Nachbehandlung viel schneller und schöner regenerieren. Unsere bestens geschulten Ausbilderinnen mit Fachausweis kennen sich hervorragend aus in diesen Kombinationsbehandlungen und beraten unsere Kundinnen selbstverständlich umfassend in diese Richtung.

 

 

 

Text: Ursula Borer

Fotos: stock.adobe.com (1), Stefan Koller (1)

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